„Hilfslinie“ – Qiwei Zhang

Ausstellung vom 28. April – 27. Mai 2018

Vernissage am 28. April 2018  I   18 Uhr

Qiwei Zhang

www.zhangqiwei.de 

Erich Franz

Qiwei Zhang ist ein Wanderer zwischen den Welten des Ostens und des Westens. Er studierte Kunst in Shanghai, Bremen und Münster (Abschluss 2011) und hat eine Wohnung sowohl in Shanghai wie in Münster. Inzwischen bekam er Lehraufträge in Shanghai und an der HBK Essen. Allein in den Jahren 2017 und 2016 wurden seine Bilder in Lippstadt, Wuhan, Münster, London und dreimal in Shanghai ausgestellt.

In der Malerei von Qiwei Zhang treffen unvereinbare Erscheinungswelten fast unmerklich aufeinander. Manchmal rückt ein auffälliger, realistisch gemalter Gegenstand ins Zentrum, doch kollidiert seine simple Identifizierbarkeit mit gegenstandslosen Linien oder ungreifbaren Erscheinungen. Oder in einem ‚westlichen‘ Ölbild tauchen fließende Bewegungen auf, die an ‚östliche‘ Kalligrafie erinnern.

Qiwei Zhang benutzt die Bildrhetorik europäischer Malerei, um sie mit Inszenierungen der Undeutlichkeit, Mehrdeutigkeit und Widersprüchlichkeit zu unterlaufen und in Erfahrungen der Fragwürdigkeit, Ironie und Stille zu überführen.

„Zeitenwende“ – Ausstellung von Eva Rammes und Wolf Ussler

Ausstellung zum Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus  I  Fotografie

Termin:  11. August – 16. September 2018

Vernissage am 11. August I  18 Uhr

Mit „Zeitenwende“ stellen die beiden Berufsfotografen Eva Rammes und Wolf R. Ussler  gut 60 Arbeiten aus ihrem Bergbau-Portfolio im Kulturspeicher Dörenthe aus. Die gezeigten Werke sind das fotografische Ergebnis mehrerer Jahre. Sie geben sowohl in dokumentarischer als auch in künstlerischer Form einen tiefen Einblick in die Welt des Bergbaus.

Mit der von der Essener RAG Stiftung geförderten Ausstellung lenken Rammes und Ussler zwei unterschiedliche fotografische Blickwinkel auf ein aktuelles, historisch relevantes Thema. Die Arbeiten sind der kurz vor dem Betriebsende stehenden Zeche in Ibbenbüren gewidmet. In schlüssigem Zusammenspiel wird das Sujet durch einige Motive aus der Nachbergbau-Ära des Ruhrgebietes von Ussler ergänzt.

Die gebürtige Ibbenbürenerin Rammes und der in Düsseldorf lebende Ussler widmen sich in facettenreichen Bildern dem Identitätsmal Zeche. Beide Fotografen verstehen ihre Arbeiten in Schwarz-Weiß und Farbe als Reminiszenz an ein Stück Industriegeschichte. Verbindendes Element ist die menschliche Komponente.

Pressefoto@Eva Rammes          Pressefoto_@Wolf R. Ussler

Eva Rammes                                                             Wolf R. Ussler

Eva Rammes:

Nach einer klassischen Ausbildung zur Fotografin in Schleswig-Holstein, studierte die Ibbenbürenerin (*1984) an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg Kommunikationsdesign. Sie studierte sowohl bei Professor Vincent Kohlbecher als auch bei der renommierten Fotografin Prof. Ute Mahler. Anfang 2015 schloss Rammes ihr Studium mit einem Master in Design und Fotografie ab und gründete mit zwei Kollegen ein Werbehaus in Ibbenbüren. Sie berät und betreut Unternehmen in den Bereichen Fotografie und Design.

Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten waren für den Nachwuchs-Förderpreis Gute Aussichten nominiert.

Wolf R. Ussler:

Der in Hamburg geborene und in Düsseldorf lebende Wolf R. Ussler hat das fotografische Handwerk beim Axel Springer Verlag erlernt. Nach der Ausbildung folgten Assistenzeit sowie Fortbildungen an der Akademie für Publizistik in Hamburg. Zu den Lehrern zählten Robert (Bob) Lebeck und Jochen Blume. Ussler arbeitet für Kunden aus Wirtschaft und Kunst und realisiert diverse Fotoprojekte. Seine Arbeiten wurden u.a. im Landtag NRW während der Nacht der Museen, als Sonderausstellung im Deutschen Bergbaumuseum, zur Extraschicht im Ruhrgebiet sowie im Maxhaus in Düsseldorf gezeigt. Darüber hinaus realisierte Ussler mehrere Fotobuchprojekte.