„Hilfslinie“ – Qiwei Zhang

Ausstellung vom 28. April – 27. Mai 2018

Vernissage am 28. April 2018  I   18 Uhr

Öffnungszeiten:  Sa/ So  jeweils von 14 – 18 Uhr

Qiwei Zhang

www.zhangqiwei.de 

Erich Franz

Qiwei Zhang ist ein Wanderer zwischen den Welten des Ostens und des Westens. Er studierte Kunst in Shanghai, Bremen und Münster (Abschluss 2011) und hat eine Wohnung sowohl in Shanghai wie in Münster. Inzwischen bekam er Lehraufträge in Shanghai und an der HBK Essen. Allein in den Jahren 2017 und 2016 wurden seine Bilder in Lippstadt, Wuhan, Münster, London und dreimal in Shanghai ausgestellt.

In der Malerei von Qiwei Zhang treffen unvereinbare Erscheinungswelten fast unmerklich aufeinander. Manchmal rückt ein auffälliger, realistisch gemalter Gegenstand ins Zentrum, doch kollidiert seine simple Identifizierbarkeit mit gegenstandslosen Linien oder ungreifbaren Erscheinungen. Oder in einem ‚westlichen‘ Ölbild tauchen fließende Bewegungen auf, die an ‚östliche‘ Kalligrafie erinnern.

Qiwei Zhang benutzt die Bildrhetorik europäischer Malerei, um sie mit Inszenierungen der Undeutlichkeit, Mehrdeutigkeit und Widersprüchlichkeit zu unterlaufen und in Erfahrungen der Fragwürdigkeit, Ironie und Stille zu überführen.

„Gemischtes Doppel“ Thomas M. Hartmann – Michael Switek

Ausstellung zweier befreundeter Künstler – Malerei und Plastik                                                  – ein künstlerischer Austausch

Vernissage: 24. März 2018 –  18:00 Uhr
Ausstellungsdauer 24. März. – 22. April 2018

Thomas M. Hartmann, Mettingen und Micheal Switek, Köln ergänzen sich in Ihren Arbeiten so perfekt, dass der Betrachter meinen könnte, sie teilen sich ein Atelier.

Hartmann Switek

Thomas M. Hartmann geb. 1946 in Iserlohn, Studium in Münster und Würzburg, Mitglied der „Welbergener Kreises“, hat sein künstlerisches Schaffen auf zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in der Region, wie auch im gesamten In- und Ausland dem Besucher präsentiert. Seine künstlerischen Objekte entstehen aus vorgefundenen Spuren und Zeichen der Natur oder aus Resten einer vergangenen menschlichen Wirklichkeit. Themen seiner Arbeiten sind die Grundlagen der Werdens und Vergehens und die Entfremdung des Menschen von seinen natürlichen und ideellen Ressourcen. Zu seinem Schaffensprozess sagt er selbst: „Die Begegnung oder besser die Konfrontation mit moderner Kunst kann bewirken, dass ich in meiner Sicherheit verunsichert werde oder in meiner Unsicherheit versichert. Zeitgenössische Kunst ist der unverfälschte Ausdruck unseres Erlebens dieser Epoche mit all ihren Widersprüchen und Krisen, ihren politischen und sozialen Umbrüchen.“

Michael Switek, geb. 1949 in Werl/ Westfalen, 1975 Promotion zum Dr. med. Dent, berufliche Tätigkeit als Zahnarzt mit eigener Praxis – seit 1985 eigene plastische Arbeiten, Weiterbildungen, seit 2011, eigenes Atelier in Köln. Der Werkstoff Ton und der Zugriff mit den Händen ist Switeks zentrales Thema. Dabei sprechen ihn Formen und Dinge, als gelebte Vergangenheit an. Eher intuitiv bearbeitet er das Material so lange, bis ihm das Ergebnis „richtig“ erscheint. Neben seinen intuitiven Arbeiten gibt es auch immer wieder Arbeiten und Werkgruppen, die gezielt und rational ein Thema behandeln; dabei stehen oft abstrakte Themen wie Struktur, Oberfläche, Textur aber auch Sprache im Fokus. Ein Grundsatz seiner Arbeiten ist der des (rational) Unzensierten. „Alles was sich innerlich zeigt darf Gestalt annehmen. Es gibt kein richtig oder schön, es ist da, ohne das ich es bewerten muss“ beschreibt Switek sein Werken.