„Liebeskummer“

Ausstellung von Sabine Cordes, Angelika Guss, Michael Ilger, Nadine Wichmann, Olaf Preiß – Konzept und Organisation: Ursula Nöh

Vernissage am 07.10.2016 um 19 Uhr

Begrüßung:    Monika Balter                                                                                                                               Einführung:    Ursula Nöh

Musikalische Begleitung:  Susanne Affing und Begleitung am Keyboard.

Dauer: 07.10. – 27.10.2016

Öffnungszeiten: Sa./So. jeweils 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

14. Oktober, 19 Uhr:  Lesung „Texte und Töne“ – eine Auswahl zum Thema
Lieder und Chansons, mit Susanne Affing und Begleitung am Keyboard

Ein kurzer Einblick zur Idee der Ausstellung

Liebeskummer, … ein Gefühl, so alt wie die Menschheit,
… so individuell, wie jeder dieser Menschen,
… so berührend, wie alle Gefühle gemeinsam,
… so aktuell, wie jedes neue Jahr.

Ziel der Ausstellung:
Die Kunst benötigt eigentlich keinen Anlass – aber die Betrachter der Kunst lieben es, einen Anlass, ein Thema zu haben, um die Kunst und die Betrachtung noch intensiver genießen zu können.
Fünf verschiedene Künstler zeigen ihre Sichtweise auf das Thema Liebeskummer. Der jeweilige Blickwinkel offenbart in der Unterschiedlichkeit die Besonderheit, den individuellen Zugang und ermöglicht eine differenzierte, sehr anschaulichende, lebendige Wahrnehmung.

Künstler der Ausstellung:
Sabine Cordes  Alles was man tut, hat zu irgendetwas einen Bezug, nichts was man denkt ist ohne kausalen Zusammenhang. Jeder Strich den man macht, jede Aktion hat einen Ursprung und bedarf eines Impulses, einer Intuition oder Motivation. Die Herstellung künstlerischer Arbeiten führt dorthin zurück.
Sie sind für mich Spiegel einer bestimmten Zeit und der Auseinandersetzung mit einer Begebenheit oder einem Gefühl, dass mich bewegt – es entsteht eine neue Atmosphäre.

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www.sabinecordesmalerei.de

Angelika Guss thematisiert in ihren Tuscheillustrationen den Schmerz. Es ist die Geschichte des Leidens, das Leid der Liebe und doch die Entstehung von etwas Neuem.
Es geht darum neue Stärke zu gewinnen, verursacht durch die Einsamkeit auf sich selbst gestellt zu sein. Ein Zusammenspiel von Schönheit und Schrecken, bei dem man etwas loslässt oder es einem ohne Vorwarnung aus dem Leben gerissen wird, zeichnet sich nicht nur in den Gesichtern selbst, sondern auch in der Stichführung aus. Angelika Guss nutzt weiche, leichte Linien die im Kontrast zu den harten, dominierenden Linien nicht in Vergessenheit geraten, sondern klar an neuer Stärke gewinnen, welche durch die pastelligen Aquarelle nochmals unterstrichen wird.
Zu sehen sind demnach die zwei Seiten einer Medaille, denn ohne das Eine gibt es nicht das Andere. In dem Fall stellt sich die Frage: „Fällt man in sich zusammen oder wird die Gelegenheit genutzt etwas Neues zu schaffen?“

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Michael Ilger († 2012) Die Liebe in all ihren Facetten ist ein wesentliches Thema des Werkes von Michael Ilger gewesen. Figuren und Figurenkonstellationen verweisen auf Nähe und Distanz, auf das Alleinsein und die Sehnsucht nach den und dem Menschen. Wie zufällig, wie im „wahren Leben“, begegnen sich diese Figuren und gehen in Position oder spielen mit- einander und stehen doch in der vom Künstler vielschichtig und vielfarbig gestalteten Welt.
Als Lebensgefährtin und Verwalterin des Nachlasses habe ich verschiedene Arbeiten ausgewählt, deren Sujet auf die Liebe und die göttliche Kraft der Liebe hinweist und in Reminiszenz an das Werk von Michael Ilger erinnert. (Ursula Nöh)

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www.michael-ilger.de

Olaf Preiß Ganz tief in meiner Seele bin ich Zeichner. Eigentlich bin ich es auch schon seit Kindheitstagen immer gewesen, doch ein paar Jahre und kleine Umwege hat es schon gebraucht, bis ich das selbst verstanden habe.
So ist also die Linie mein Hauptmedium. Mit schnellem Strich bin ich oft dabei meine Umwelt, meist die Menschen und Tiere, zu zeichnen. Nie verlasse ich mein Zuhause ohne Skizzenbuch und Stifte. Daher kann man mich an den Stellen antreffen, wo ich meine Lieblingsmodelle finde – die Menschen. Das sind meine Orte, mein Atelier, wo ich meine Arbeiten erstelle und viele Inspirationen finde. Oftmals in liebevollen Karikaturen umgesetzt, findet die häufig humoristische Ausprägung meiner Zeichnungen nicht bei jedem Modell Gefallen.

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www.preisselbaer.de

Nadine Wichmann sucht die Herausforderung in der Abstraktion und einem Stilmix, der verschieden Materialien und Kompositionen miteinander verbindet. Die unterschiedlichen Techniken, Farbbeziehungen und Effekte erschaffen eine eigene Welt in neuen Kreationen. Die Bilder erschließen sich dem Betrachter aus jeder Blickrichtung und lassen Raum zur multidimensionalen Deutung.
Spuren von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft werden assoziiert und die sollen an die unterschiedlichen Komponenten der individuellen Erfahrungen erinnern. Auf der Suche nach Neuentdeckungen bleibt dabei der Reiz nie aus, magische Momente zu erleben.

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